Eine Stunde Arcor
Ich habe soeben mit dem Arcor Kundendienst telefoniert, da ich Störung zu melden hatte. Keine Angst, es geht nicht um den gestrigen fehlerhaften Telekomserver, sondern um ein Problem, das schon seit Ewigkeiten besteht.
Zunächst war es gar nicht so einfach die richtige Nummer herauszufinden.
Erster Versuch: Arcor Kunden werben Kunden Hotline (kostenlos, die Nummer stand auf einem Schreiben von Arcor). Die nette Dame hat mir die Kundenservicerufnummer gegeben.
Zweiter Versuch: Kundenservicerufnummer, 24 Cent die Minute. Nach einem zweiminütigen Gespräch mit der Bandansage habe ich herausgefunden, dass ich hier auch völlig falsch bin. Auch bot mir die Bandansage keine Möglichkeit einen Kundenbetreuer zu sprechen oder zur Störungshotline zu gelangen.
Dritter Versuch: In den Schreiben von Arcor stand keine Störungshotline, aber auf deren Webseite vielleicht! Diese gab leider nicht viel her, bis auf eine Loginmaske nach der anderen. Ich wollte aber nicht meine Rechnungen einsehen, die Tarifdaten erfahren oder meine Konto PIN und zehn freie TAN Nummern loswerden, sondern einfach die Störungshotline wissen.
Irgendwann hatte ich dann diese Seite gefunden. Ganz unten auf der langen Seite in der Schriftgröße 11 Pixel präsentierte sich mir die Rufnummer der Störungsannahme.
(Wer herausfindet, wie ich zu der Seite gekommen bin, kriegt nen Keks.)
Da habe ich natürlich schnell angerufen. Nachdem ich drei Mal die Bandansage gehört und mich inzwischen zum dritten Mal per Telefon verifiziert hatte, war ich mit der PC Stimme schon per du. Obwohl er ja die Nummern per Tastendruck haben will, konnte ich schon mit ihm sprechen und er hat die Eingabe trotzdem angenommen.
Die nette Frau von der Störungshotline hat mir aber schnell weitergeholfen und konnte mir kompetent helfen. Als sie dann aber sagte: “Ziehen sie nun bei dem NTSpilt das Kabel zu Telefondose.”, konnte ich mir mit einem “Nein?!” antworten. Da ich natürlich vom Festnetz aus angerufen hatte, war das eine recht schlechte Idee. Ich bot der Dame aber gleich an, nochmal vom Handy aus anzurufen. Sie parkte das Gespräch, bzw. die Störungsaufnahme in deren Software und meinte, ich sollte einfach Bescheid geben, dass das Gespräch geparkt sei und ich schon mit jemanden telefoniert hatte.
Auf die Frage, wie denn ihr Name sei, den ich dem Kollegen nennen könnte, reagierte sie recht verstört und stotterte: “Name? … Hmm, also…”. Ihre Notlage umbedingt anonym zu bleiben erkannte ich sofort und erlöste sie mit: “Ich sage einfach, dass das gespräch von einer Kollegin geparkt wurde.”
Mit dem Handy ging es dann in die zweite Runde.
Ich pfiff fröhlich mit der Arcor-Band-Melodie mit und verabredete mich für morgen Abend mit Karl für Kino. Karl (die Stimme von der Bandansage) verabschiedete sich dann aber schon in der zweiten Runde der Bandsage und ein Kundenbetreuer meldete sich.
Dieser konnte mir aber kompetent helfen und hat mir so einige hilftreiche Tipps zum Problem gegeben. Dennoch hat das auch recht lange gedauert, da das Problem nicht gerade sehr einfach war.
Insgesamt habe ich also 20 Minuten und nen halben Euro nach der richtigen Rufnummer geforscht, 15 Minuten in der Warteschlage verbraucht und 30 bis 40 Minuten mit den Kundenbetreuern telefoniert.
Alles in Allem mehr als eine Stunde und da soll nochmal wer behaupten, das ginge schnell.
Allerdings haben wir keine Lösung gefunden und daher ist das Problem noch nicht aus der Welt. Aber dennoch bin ich schonmal viel weiter gekommen als bisher und denke, das sich das Problem bald lösen sollte.
Auch bin ich mir der Leistung der Hotline sehr zufrieden, auch wenn es recht lange gedauert hat.

